Der Arbeiter-Samariter-Bund – Ortsverband Riesa e.V. gibt Einblicke über das Arbeiten in ihren Sozialstationen während der Corona-Zeit.

Auch in der täglichen Arbeit unserer Sozialstationen wirken sich die Veränderungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens aus – Absprachen und Kontakte z. B. mit und zu Arztpraxen, die zuvor unkompliziert in einem persönlichen Gespräch erledigt werden konnten, müssen nun anders organisiert und zumeist telefonisch vorbereitet werden – das hat sich inzwischen recht gut eingespielt.
Die Mitarbeiter gehen – soweit sich das sagen lässt – ganz normal weiter ihrer Arbeit nach. Dennoch stand gerade anfangs die Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuen Virus im Vordergrund und sorgte sowohl bei unseren Mitarbeitern als auch bei unseren Klienten und deren Angehörigen für Aufregung. Nach einer gemeinsamen „virtuellen“ Beratung mit unserem Geschäftsführer Herrn Krüger konnte die Sorge vor Ansteckung seitens der Mitarbeiter zum Großteil genommen werden, zeigte aber auch auf, dass die Gefahr für die zu pflegenden, oft älteren und kranken Personen viel größer ist als für die pflegende Person. Das machte uns nochmals die Verantwortung deutlich, die wir als Sozialstation (und unsere Mitarbeiter) gegenüber unseren Klienten tragen. Mit entsprechenden Schutzmaßnahmen wie dem Tragen von Mundschutz und intensivierter Hygiene versuchen wir, das Risiko einer Übertragung des Virus so gering wie möglich zu halten.
Die Pflegedienstleiter in der ambulanten Pflege stehen vor vielfältigen Herausforderungen in der Koordination der täglichen Aufgaben: Auch wenn nun zunehmend zu Hause verbleibende Angehörige die Pflege Ihrer Eltern oder Großeltern ganz oder zum Teil selbst übernehmen, so müssen doch diese Pflegeplätze in unseren Tourenplänen für „später“ freigehalten werden, für „danach“, wenn alles wieder normal läuft und die Angehörigen wieder ihren Berufen nachgehen. Darüber hinaus wünschen einige Klienten fest eingeplante Hausbesuche nun zu anderen Zeiten und/ oder mit anderen Leistungen. Das ist im Betrieb einer Sozialstation mit täglich bis zu 20 Touren nicht immer möglich. Dennoch haben wir für alle unsere Klienten immer ein offenes Ohr und beruhigen und beraten sie sehr gern.
Neu hinzu kommt für unsere Mitarbeiter, dass auch häufig „Botengänge“ übernommen werden müssen, da viele Apotheken nicht mehr ausliefern oder bestellte Essen nicht mehr bis in die Wohnung gebracht werden. Diese Lücke versuchen wir für die betroffenen Senioren – insbesondere für diejenigen mit gesundheitlichen Einschränkungen – zu schließen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Arbeiten seit einigen Wochen angespannter und schwieriger ist als sonst. Aber gemeinsam im Team und mit der hohen Hilfsbereitschaft unserer Kollegen werden wir auch diese Krise meistern. So arbeiten zum Beispiel die Mitarbeiter aus der nun geschlossenen Tagespflege in Riesa selbstverständlich in der ambulanten Pflege mit.
Wir sind unseren Mitarbeitern überaus dankbar für ihre Arbeit, ihr Durchhaltevermögen, ihr Engagement – und freuen uns gemeinsam mit Ihnen wieder auf ruhigere Zeiten.

www.asb-riesa.de

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