Ratgeber für Eltern: Bestrafung hilft bei schlechten Schulnoten nicht.

Für viele Eltern ist die Pubertät der Kinder eine große Nervenprobe. Der Nachwuchs nabelt sich von Mama und Papa ab, die Freunde werden wichtiger als die Noten in der Schule. Die meisten Konflikte drehen sich jetzt um immer gleiche Themen: keine Lust auf Hausaufgaben oder fehlendes Engagement bei anderen Pflichten. Doch mit viel Verständnis und Humor lässt sich auch diese Zeit meistern.
„Stellen Sie sich das Gehirn des Jugendlichen wie eine Großbaustelle vor. Es entwickelt sich, und zwar von hinten nach vorn, vom Kleinhirn zum Stirnlappen. Dass da manche ‚Verschaltung‘ noch nicht funktioniert, ist doch eigentlich klar“, sagt Elisabeth Raffauf, Familientherapeutin und Erziehungsberaterin aus Köln. Gerade bezüglich des Themas Schule rät die Fachfrau zur Gelassenheit. Eine Bestrafung etwa mit Handyentzug oder Hausarrest bei schlechten Noten helfe nicht. Die miese Zensur sei schon Strafe genug. „Jetzt ist Trost angesagt“, sagt die Psychologin und rät: „Man sollte sich mit den Jugendlichen lieber über eine gute Note freuen, das stärkt die Eigenmotivation.“ Weitere Tipps und Tricks, wie Eltern ihre pubertierenden Teenager zum Lernen motivieren, stehen im kostenlosen Ratgeber „Pubertät und Schule“. Man findet ihn zum Download unter www.studienkreis.de, Reiter Infothek. Fallen die Noten zu sehr ab und ist die Versetzung in das nächste Schuljahr gefährdet, sollte die Familie allerdings auch über Nachhilfeunterricht nachdenken. Dieser wird am besten nicht von den eigenen Eltern geleistet, sondern beispielsweise in einem Studienkreis-Institut vor Ort. Darüber hinaus sollte das Thema Lernen aber nicht überstrapaziert werden. Eltern dürfen sich gern an ihre eigene Pubertät zurückerinnern. Ein lockerer Spruch, auch über sich selbst, erstickt so manchen Konflikt im Keim. Denn gemeinsam über miese Laune und Missgeschicke lachen, entspannt alle Beteiligten.

Foto: djd/Studienkreis GmbH

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