Interview mit Patricia Kelly

„Wir spielen generationsübergreifend und bringen Familien zusammen!“

Erleben Sie am 30. November ab 19.30 Uhr in der SACHSENarena mit The Kelly Family „Die Weihnachtsparty des Jahres – Die Mega Christmas Show“. Patricia Kelly spricht über das Comeback, das neue Glück und die Last der alten Zeiten.


elbgeflüster®: Wie fühlt es eigentlich an, nach so langer Pause wieder als Familie auf der Bühne stehen?
Patricia Kelly: Das war uns ist noch immer ganz großes Kino! Es lässt sich nur schwer in Worte fassen. Überirdisch, surreal – ich stand damals bei den Comeback-Konzerten neben mir! Ich musste mich damals kneifen, um das alles zu realisieren. Ich zitterte sogar vor Aufregung am ganzen Körper und hatte Wochen vor dem ersten Auftritt richtige Kreislaufprobleme. Eine sehr emotionale Erfahrung.

elbgeflüster®: Vieles hat sich in all den Jahren verändert, unter anderem sind aus den Kindern und Teenagern nun selbst Eltern geworden. Dadurch hat sich sicherlich vieles verändert?
Patricia Kelly: Stimmt. Das ist eine sehr gute Frage, denn vielen ist das gar nicht bewusst. Die Gesprächsthemen haben sich komplett verlagert. Herzensangelegenheiten sind nun die Partnerschaft und die Gesundheit der Kinder, alles andere, was früher wichtig war, ist nun eher nebensächlich. Bei mir ist aktuell das große Thema, dass meine Söhne flügge werden und sich einen Studienplatz suchen. Unsere neue Generation ist heute das neue Gesprächsthema, sie dominierten auch unseren Backstage-Bereich. Sie führen uns vor Augen, dass das Leben immer weitergeht.

elbgeflüster®: Du und andere Kellys verfolgen auch Solo-Programme. Bestand jemals die Gefahr, dass The Kelly Family nie wieder als gemeinsame Band auf der Bühne stehen wird?
Patricia Kelly: Aus meiner Sicht war führte das dadurch genau das zum Gegenteil der Fall. Durch meine Solo-Karriere war ich weiterhin als Musikerin aktiv. Das größere Problem wäre eher gewesen, wenn ein Kelly gar keine Musik mehr macht. Dann könnte man schnell die Lust verlieren und rostet ein. Es ist ein Zeichen von Vitalität und Kampfgeist, selbst in Corona-Zeiten weiterhin Musik zu machen. Es bleibt aber für jeden einzelnen eine persönliche Entscheidung, nur noch Solo unterwegs zu sein, aber The Kelly Family ist mein Baby und ich bin sehr stolz so lange Zeit ein Teil dieser tollen Familie zu sein. Es würde mich sogar krank machen, wenn ich ansehen müsste, dass meine Kelly Family ohne mich auf Tour geht.

elbgeflüster®: Viele Fans sind mit dem Kelly-Kult aufgewachsen. Kannst Du einschätzen, wie viele alte und viele neue Fans sind?
Patricia Kelly: Der Durchschnittsfan ist mittlerweile um die 40. Es gibt aber auch viele Fans die jünger sind oder auch über 50 sind, da sie schon unsere Eltern musikalisch begleiteten. Die Älteren haben diesen Fankult dann an die jüngere Generation weitergegeben – dagegen kann man sich ja nicht wehren (lacht). Wir haben daher sogar drei Generationen, die unsere Shows anschauen: Die 40 bis– 45jährigen Eltern, deren Kinder und Oma und Opa. Ein echtes Phänomen, auf das wir sehr stolz sind. Wir spielen generationsübergreifend und bringen Familien zusammen.

elbgeflüster®: In den 90er Jahren lösten Eure Konzerte noch regelrechte Hysterien aus. Was ist Dir von dieser wilden Zeit besonders in Erinnerung geblieben?
Patricia Kelly: Ich habe zu den 90er Jahren sehr gemischte Gefühle, denn ich war damals nicht nur eine Künstlerin, sondern kümmerte mich vor allem im Büro mit Marketing- und Management-Aufgaben. Ich war bereits mit 23 Jahren für viel Dinge die erste Ansprechpartnerin und verantwortlich. Damals erfüllt sich einerseits ein Traum, aber ich habe einfach zu viel gearbeitet. Ich war jung und nahm mir nie Auszeiten. Ich arbeite täglich von 8 Uhr bis abends im Büro und stand am Wochenende auf der Bühne. Da ich sehr pflichtbewusst bin überarbeitete mich und bekam nach ein paar Jahren dann einen Burnout. Diese Zeiten möchte ich nicht noch einmal erleben. Jetzt nehme ich mir regelmäßig Auszeiten, denn der Körper zeigt Dir schnell Deine Grenzen auf.

elbgeflüster®: Streaming-Dienste, Social Media und Smartphone-Fotos. Die Musikindustrie hat sich ebenfalls verändert. Was fällt Dir dabei am meisten auf?
Patricia Kelly: Ja viel. Nehmen wir als Beispiel die Zeitschrift Bravo. Früher gab es einmal die Woche ein Interview und eine Fotosessionen – das war´s. Heute hingegen muss man durch soziale Netzwerke ständig „On“ sein. Jeder erwartet eine ständige Verfügbarkeit und Sichtbarkeit. Das ist zwar gerade für neue Künstler ein großer Vorteil, dass sie den direkten Zugang zu den Fans haben. Sie müssen nicht mehr über Medien, wie Print gehen, denn jeder hat quasi seine eigene digitale Bravo. Der Nachteil ist allerdings, dass man einen bestimmten Algorithmus folgen muss, um in der Sichtbarkeit zu bleiben. Ich habe zum Beispiel einmal eine circa zweimonatige Pause auf meinen sozialen Netzwerken eingelegt und plötzlich erreichte ich kaum noch Leute – man wird dafür also bestraft. Alles ist schneller geworden und Du als Künstlerin hast weniger Ruhephasen, was eigentlich kontraproduktiv für den kreativen Prozess ist.

elbgeflüster®: Schenke uns zum Abschluss bitte noch eine Lebensweisheit.
Patricia Kelly: Oh Gott, ich gebe eigentlich ungern Ratschläge, denn je älter ich werde, desto mehr erkenne ich, dass ich wenig weiß. Ich teile aber gerne etwas, was mir hilft. Ich weiß, dass Dankbarkeit eine sehr große Rolle für das Leben spielt. Mein Vater riet mir, das Glas nicht als halbleer, sondern immer als halbvoll zu sehen. Man ist automatisch glücklicher, wenn man immer das wahrnimmt, was man hat, statt sich darauf zu konzentrieren, was einem fehlt.

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Wir verlosen unter allen Teilnehmern 1 x 2 Freikarten.

Mitmachen ist denkbar einfach: Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Kelly Family“ sowie Ihre Kontaktdaten an: gewinnspiel (at) elbgefluester.de oder senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort „Kelly Family“ an Elbgeflüster, Goethestr. 81, 01587 Riesa. Bitte eine Telefonnummer nicht vergessen. Einsendeschluss: 31.10.22. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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