Beruf mit Zukunft: Ausbildung zur Senioren-Assistentin nun auch im Osten möglich.

Die Pandemie hat vor allem Seniorinnen und Senioren vieles abverlangt. Das gilt nicht nur für diejenigen, die im Pflegeheim leben, sondern auch für Menschen, die sich noch selbst zu Hause versorgen können. Auch sie litten unter den Erschwernissen des Alltags und den eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten von Kindern und Enkeln. Corona hat deutlich gemacht, wie entscheidend es ist, dass Senioren im seelischen Gleichgewicht bleiben. Einen wichtigen Beitrag dazu können beispielsweise selbstständig tätige Senioren-Assistentinnen und -Assistenten leisten.

Soziale Aspekte stehen im Vordergrund Die nach dem Plöner Modell ausgebildeten Fachkräfte stehen Senioren mit individueller Begleitung und Beratung zur Seite. Sie hören ihnen zu, unterstützen bei den Herausforderungen des Alltags und verhelfen ihnen zu einer aktiven Teilhabe am Leben und zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte. Vor allem aber helfen sie Senioren, möglichst lange in der häuslichen Umgebung zu bleiben. „Senioren-Assistenz stellt den sozialen Aspekt des Alltagslebens in den Mittelpunkt“, erklärt Ute Büchmann, die „Erfinderin“ dieses Berufsbildes. Büchmann qualifiziert an sechs Seminarorten in Deutschland Interessierte nach dem Plöner Modell. In der 120-stündigen Kursreihe vermitteln fachkundige Referenten Basiswissen zur Alterspsychologie, zur Freizeitgestaltung mit Senioren sowie zu Fachthemen aus den Bereichen Gesundheit, Rechtsfragen und Pflege. Daneben werden rechtliche Aspekte, Praxistipps und Erfahrungen zur Existenzgründung, zur Kundengewinnung sowie zu Abrechnungsmöglichkeiten mit der Pflegekasse vermittelt. Am Ende erlangen die Teilnehmer die Zertifizierung zur Senioren-Assistentin/Plöner Modell, Infos unter www.senioren-assistentin.de.

Ausbildungsstandort von Berlin nach Leipzig verlegt
Einer der sechs Standorte wurde nun von Berlin in die aufstrebende sächsische Metropole Leipzig verlegt, somit sind auch die neuen Bundesländer bei den Ausbildungsorten vertreten. „In Leipzig finden Weiterbildungsunternehmen ausgezeichnete Rahmenbedingungen hinsichtlich Infrastruktur und Förderung der Teilnehmer vor, zudem können diese hier deutlich günstiger übernachten als in Berlin“, nennt Ute Büchmann einen wichtigen Grund für den Umzug. Außerdem habe Sachsen eine Neufassung der Landesverordnung auf den Weg gebracht hat, die es selbstständigen Senioren-Assistenten ermögliche, für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 Entlastungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch in Höhe von 1.500 Euro pro Senior im Jahr mit den Pflegekassen abzurechnen. In den meisten westdeutschen Bundesländern ist dies schon lange möglich. Die Leipziger Ausbildung findet ab 1. Juli im Galeriehotel Leipziger Hof statt.

Fotos: djd/Büchmann/Seminare/Michael Dicke/Sebastian Haerter/Paco Fiedler, Berlin

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