Karriereplattformen spielen für Bewerber eine wachsende Rolle.

Einfach mal den eigenen Namen googeln – das kann so manche lustige, lange vergessene und bisweilen auch etwas peinliche Erinnerung wachrufen. Wer aktuell auf Jobsuche ist, sollte bedenken: Auch potenzielle Arbeitgeber können mit einer einfachen Onlinesuche auf diese Einträge aufmerksam werden. Das eigene Internetprofil aufzuräumen und zu schärfen, ist für Bewerber heute unverzichtbar.

Für Headhunter und Arbeitgeber sichtbar werden
Der Auftritt auf Plattformen wie LinkedIn oder Xing spielt eine immer wichtigere Rolle. Denn auch viele Unternehmen setzen in der Personalsuche auf Headhunter. Damit sie potenzielle Arbeitnehmer auf Jobsuche finden können, hilft es, mit einem aktuellen und prägnanten Profil präsent zu sein. „Die Arbeitswelt hat sich gewandelt, Arbeitnehmer wechseln häufiger den Job als früher und eine Plattform wie LinkedIn bietet die Möglichkeit, sich mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen“, sagt Danica Ravaioli, Personalchefin der Adecco Group für Deutschland. Ein weiterer Vorteil: „Googelt das Unternehmen nach einem Bewerber, macht ein professionelles LinkedIn-Profil in der Trefferliste einen guten Eindruck“, betont Ravaioli.

Zu einer besseren Sichtbarkeit tragen die Schlagworte bei, die jeder selbst in den Kategorien „ich biete“ und „ich suche“ auswählen kann. Neben einer aussagekräftigen Berufsbezeichnung kann es dabei hilfreich sein, einen Slogan in die eigene Headline einzubauen, der Fähigkeiten oder persönliche Stärken auf den Punkt bringt. Ebenso wichtig – nicht anders als in einer klassischen Bewerbungsmappe – ist ein hochwertiges Foto. Tipps dafür: auf einen ruhigen Hintergrund, eine hochaufgelöste Bildqualität und einen guten Bildausschnitt achten.

Das eigene Netzwerk Schritt für Schritt erweitern
Müssen alle Stationen der bisherigen Karriere aufgelistet werden? Nein – stattdessen reicht es, sich auf Positionen zu konzentrieren, die zum Wunschberuf passen. Dass man das Studium mit einem Job an der Tankstelle finanziert hat, ist meist nicht von Interesse. Erwähnenswert sind hingegen ehrenamtliche Projekte, relevante Fortbildungen, Sprachkurse und Ähnliches. Grundsätzlich gilt auf den Karriereplattformen: Über je mehr Kontakte man verfügt, desto höher ist die Reichweite. Mit ehemaligen Studienkollegen, Arbeitskollegen oder Bekannten aus der Branche lässt sich zielgerichtet das eigene Netzwerk erweitern. Eine weitere Möglichkeit dazu sind Gruppen, in denen man sich mit Beiträgen und Kommentaren beteiligen kann. Denn aktive Profile werden von Recruitern besser gefunden, und auch interessante Karrieremöglichkeiten oder neue Tätigkeiten werden häufig nur in geschlossenen Gruppen gepostet.

Fotos: djd/adeccogroup.de/Unsplash

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