Eine Petitition soll die beliebte Open Air Veranstaltung wiederbeleben.

Laue Sommerabende, zarte Pianoklänge, berührende Singer-Songwriter-Liedtexte, eine flimmernde Kinoleinwand, der Park voller Menschen beim Picknick – all das und noch viel mehr ist der Palais Sommer, Dresdens eintrittsfreies Festival für Kunst, Kultur und Bildung. Seit seiner Premiere im Jahr 2009 mit 5.000 Besucherinnen und Besuchern hat es sich zu einem gemeinnützigen Festival entwickelt, das alljährlich bis zu 100.000 Menschen und mit einer außerordentlich großen Programmvielfalt in seinen Bann zieht. Über 150 eintrittsfreie Veranstaltungen finden in jeder Saison im Park des Japanischen Palais statt. 300 Künstlerinnen und Künstler engagieren sich jährlich im Programm und erhalten faire Honorare. Besonders populär sind Veranstaltungen wie die Konzerte im Park, Malerei im Park, Palais.Kino, Yoga im Park, die Klaviernächte sowie die Kunstausstellungen.
Ende März kam die Schocknachricht. Bei der Ausschreibung um die Parkfläche erteilt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) einem anderen Veranstalter mit einem höheren Mietgebot den Zuschlag. “Das gewählte Ausschreibungsverfahren hat weder qualitative Aspekte noch sonst bei öffentlichen Ausschreibungen übliche Kriterien wie Erfahrungen, Kompetenzen, Leistungsfähigkeit und Referenzen berücksichtigt. Weil Wert, Umfang und Anspruch eines Programmes keine Bewertung fanden, steht ein etabliertes, wirtschaftlich stabiles und bei Gästen und Akteuren beliebtes Kulturfestival nun vor dem Aus. Besonders interessant ist aber, dass die letzte Ausschreibung des SIB aus dem Jahr 2019 all diese Aspekte noch beinhaltete, abfragte und bewertete. Für uns stellen sich nach dieser Ausschreibung sehr viele Fragen”, so Jörg Polenz, Initiator des Festivals. Ein Mitglied des Freundeskreises des Festivals startete daraufhin eine Petitition, in der die Vergabeentscheidung hinterfragt wird. In nur drei Wochen unterzeichneten 12.195 Unterstützende, die mit ihrer Unterschrift große Verbundenheit mit dem Palais Sommer bekundeten. Zudem gab es knapp 4.000 befürwortende Kommentare, nachzulesen auf openpetition.de/palaissommer.
Und wie geht es nun weiter? Die Ergebnisse der Petition wurden an den Sächsischen Landtag zur weiteren Behandlung übergeben. Die Hoffnung ist groß, dass die Verantwortlichen im Freistaat den überwältigenden Wunsch der Petenten wahrnehmen und jetzt endlich auf die Suche nach langanhaltenden Lösungen gehen. Doch eines steht trotzdem fest: Der Palais Sommer ist nicht am Ende. Mit dem Rückenwind von tausenden Menschen war das gesamte Team in den vergangenen Wochen fleißig und hat Alternativkonzepte und -standorte für den Sommer 2022 geprüft. In Kürze wird auf palaissommer.de verraten, worauf man sich diesen Sommer freuen kann. Dass es eintrittsfreie Angebote aus dem Bereich Kunst, Kultur und Bildung sind, ist sicher.
Sämtliche Infos gibt’s stets aktuell auf www.palaissommer.de.

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