Kunst trotz(t) Pandemie: Aus dem Wintermärchen in Lichtenstein wird vom 2. April bis 16. Mai 2021 ein Märchenfrühling in Riesa

11 leerstehende Schaufenster an 7 verschiedenen Standorten in der Innenstadt von Riesa, inszeniert als fantastische Märchenwelten von den Künstlern von HELMNOT THEATER & Wunderräume GmbH · Gedacht ist dieses Kunstprojekt als Zeichen der Hoffnung & Motivation, trotz Abstandes Nähe und Inspiration mit Kultur zu schaffen.

Der Stadt Riesa und der FVG Riesa mbH ist es kurzfristig gelungen, einen Teil der aktuell größten unter Pandemiebedingungen funktionierenden Kunstaktion im öffentlichen Raum in die eigene Stadt zu holen. Verzauberten die „FUNKEL-FENSTER“ während des Lockdowns im Dezember bis Anfang März noch als Wintermärchen die Einwohner von Lichtenstein/Sa., so werden sie ab Karfreitag bis einschließlich 16. Mai in Riesa den Märchenfrühling einläuten.

Veränderte Kaufgewohnheiten wie der Onlinehandel und Einkaufszentren außerhalb der Stadt bringen die Innenstädte vielerorts in Schwierigkeiten. Auch auf dem längsten Boulevard Sachsens in Riesa stehen einige Geschäfte seit Jahren leer. Das Kunstprojekt kann einen wichtigen Beitrag zur Innenstadtbelebung leisten, aber in der aktuellen Pandemielage dem Publikum vor allem Mut und Zuversicht schenken.

WAS SIND DIE FUNKEL-FENSTER?

Insgesamt elf leerstehende Schaufenster an sieben verschiedenen Standorten, verteilt in der Innenstadt, werden vom HELMNOT THEATER und der Wunderräume GmbH mit abwechslungsreichen Kunst- und Bilderwelten zum Thema Märchen gestaltet. Teils frühlingshafte, teils zeitlose Inszenierungen, von der kleinen Meerjungfrau über das tapfere Schneiderlein bis zum kleinen Muck, werden mittels verschiedener Stilmittel künstlerisch in Szene gesetzt. Bilder- und Märchenrätsel sowie Märchen zum Nachlesen in den FUNKEL-FENSTERn fördern die Interaktion der Besucher und laden zu einem Frühlingsspaziergang in die Innenstadt zum Entdecken und Märchenraten ein.

WOHER KOMMT DIE IDEE DER FUNKEL-FENSTER?

Entstanden ist die Kunstaktion „FUNKEL-FENSTER“ in keiner Metropole, sondern in der beschaulichen 11.000-Einwohner-Gemeinde Lichtenstein/Sa., einer Kleinstadt im ländlichen Raum Westsachsens, dem Heimatort des HELMNOT THEATERS und der Wunderräume GmbH. Seit dem Start im Dezember bis Anfang März besuchten tausende Zuschauer diese Open-Air-Kunstgalerie.
Mit der Idee von Dirk Grünig, dem Art Director der Companies, gelingt es dem HELMNOT THEATER, Kunst in Pandemiezeiten und unter Einhaltung der Auflagen erlebbar zu machen, einen innovativen Weg aufzuzeigen, den öffentlichen Raum zu nutzen, und der Bevölkerung Hoffnung, Motivation und ein Stück Kindheitszauber zurückzugeben.

HELMNOT THEATER & Wunderräume GmbH

Die Wunderräume GmbH ist in Sachsen als Veranstalter von „1000 FUNKEL – DIE FUNKELSTADT“ bekannt geworden – eine Weihnachtserlebniswelt, die in Dresden 300.000 Zuschauer anzog.

HELMNOT THEATER ist eines der größten freien Kulturunternehmen Deutschlands. Das Tourneetheater eröffnete europäische Kulturhauptstädte, u.a. in Lettlands Hauptstadt Riga oder Umea  in Schweden. Die außergewöhnliche Bildersprache führte die Künstler z. B. ins indische Bangalore, nach Turkmenistan, Dubai und in viele europäische Länder. 1995, im Gründungsjahr des Theaters, spielte die Company schon einmal mit ihrer ersten Sommerproduktion in Riesa. Nun sind sie in schweren Pandemiezeiten wieder in Riesa zurück.

WIE KAM ES ZUR ZUSAMMENARBEIT UND DEM PROJEKT?

„Wir wollten bereits im vergangenen Jahr mit der Wunderräume GmbH und HELMNOT THEATER eine größere Produktion in der SACHSENarena auf die Beine stellen. Zusammen waren wir in den Planungsarbeiten auch in der Erstellung eines einmaligen Hygienekonzeptes sehr weit. Doch der Lockdown verhinderte die Durchführung“, sagt John Jaeschke, Geschäftsführer der FVG Riesa mbH.
Dann erfuhren Jaeschke und sein Team vom neuen Projekt Grünigs, das er in Lichtenstein unter Pandemieauflagen aufgebaut und zu einem großen Erfolg geführt hat. „Als die Reisebeschränkungen aufgehoben waren, schauten wir uns die Kunstaktion vor Ort an und befanden sofort: das gehört nach Riesa. Wir sahen, welche enorm positive Strahlkraft von den FUNKEL-FENSTERn, mit ihrer liebevollen Inszenierung von Märchen- und Phantasiewelten, übertragen wurde. Genau das brauchen wir in diesen Zeiten: positive Zeichen und Signale setzen“, meint John Jaeschke weiter.
Auch Riesas Oberbürgermeister Marco Müller war von der Idee sofort angetan und unterstützte die Umsetzung tatkräftig. „Ein einzigartiges Projekt, das in diesen Krisenzeiten für Lichtblicke sorgt. Gerade für Familien bietet diese Open-Air-Kunstaustellung bei einem Spaziergang viele positive Eindrücke“, so Marco Müller.
Nach einer Vorstellung des Projektes im Riesaer Stadtrat ging alles sehr schnell. Die Organisation übernahm die FVG Riesa mbH. Sponsoren wurden gesucht und sehr rasch gefunden sowie leerstehende Schaufenster eruiert. Die Vermieter stellen sie kostenlos zur Verfügung. „Wir freuen uns sehr, dass wir sofortige Unterstützung von Feralpi Stahl, den Teigwaren Riesa, der ESAM, der Sparkasse, der Bäckerei Brade und der RDL bekamen“, erklärt John Jaeschke.
Die Planung von HELMNOT THEATER & der Wunderräume GmbH lief parallel vor Ort sowie im heimischen Lichtenstein. So kam es, dass nach dem Abbau der FUNKEL-FENSTER in Lichtenstein/Sa. ab dem 8. März nun schon seit 26. März mit dem Aufbau in Riesa begonnen werden konnte. Bereits am Karfreitag sollen alle Fenster komplett gestaltet sein und zum Schauen und Staunen einladen.

Standorte der FUNKEL-FENSTER in Riesa:
Bahnhofstr. 34 · Bahnhofstr. 12 (Riesa TV) · John-Schehr-Str. 4 · Hauptstr. 40 (Mode Express) · Goethestr. 48 (ehemals Wäscherei) · Hauptstr. 6 (ehemals Café) · Dr.-Külz-Str. 11

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