Sommer, Sonne, Trockenheit

Was ist der beste Schutz von Garten- und Pflanzflächen bei Dauerhitze im Sommer?

Jeder Sonnentag wird in der Zeit von März bis Oktober mit Sehnsucht erwartet. Ist das wirklich so? In den letzten Jahren häuften sich die Perioden mit trockenem Frühjahr und viel zu früh einsetzender Hitze. Gerade die Gärtner bekommen es zu spüren.
Die Zeit zum Umpflanzen wird immer kürzer und zum Neupflanzen sind die Temperaturen auch nicht optimal. Vor allem weil diese mit einer Trockenperiode im Zusammenhang stehen. Ohne künstliche Bewässerung kommt man schon fast nicht mehr aus. Aber ist das nun die Klimaveränderung im Allgemeinen, oder einfach unser eigenes Verhalten? Was können wir am Ende schon tun, fragt sich so mancher Gartenfreund.
Ich werde mich heute diesem Thema widmen. Zuerst möchte ich auf das Thema Bewässern eingehen, denn es kann in der Zukunft für uns zum Schlüsselthema werden, Ein Umdenken ist hier erforderlich. Wir werden in Zukunft mit Gießverboten rechnen müssen. Ich würde bei einer Neuanlage andere Empfehlungen geben als noch vor 10 Jahren, denn die Wasserknappheit wird auch für uns zum Problem. Eine Zisterne ist aus heutiger Sicht dringend erforderlich, auch wenn jemand bereits einen Brunnen hat. Die Zisterne sollte möglichst groß und der Grundstücksfläche angepasst sein. Die durchschnittlichen Regenmengen von 60-80l/m² wurden gerade einmal im Jahr 2021 erreicht. In unserer Region sind im Jahr 2018 gerade mal 398,6l/m² Regen gefallen. Im Jahr 2019 waren es 467,8l/m², im Jahr 2020 mit 524,1l/m² und in diesem Jahr sind bis Juni sind es nur 185,3l/m² (Daten von der Wettermessstation von Heyda bei Riesa) als Niederschlag angefallen. Ein Wasserspeicher würde demzufolge ein sehr guter Puffer sein. Bei einem durchschnittlichen Grundstück mit einer Dachfläche von ca. 200m², würden dann im Jahr 2020 in der Zisterne 104.820 l = 1.048m³ aufgefangen werden, die man zur Gartenbewässerung nutzen könnte. Es gibt Kombinationsmöglichkeiten, dass man direkt aus der Zisterne Wasser für die Beregnungsanlage entnimmt und diese mit einem Schwimmer absichert. Sollte der Wasserstand unterhalb eines bestimmten Maßes gehen, schaltet sich die externe Wasserzufuhr aus Brunnen oder -Trinkwasseranlagen zu.
Es gibt gute Möglichkeiten, dieser Klimaveränderung auch im Kleinen entgegenzuwirken. Pflasterflächen sollten nur so groß, wie nötig hergestellt werden und Pflanzflächen sollten gegenüber den Rasenflächen Vorrang und mindestens 35% der Gesamtgrundstücksfläche haben. Somit wird eine Aufheizung dieser Flächen verhindert. Und noch eins in eigener Sache, diese schlimmen Schottergärten sind ökologisch eine Katastrophe und heizen die Böden unnötig auf und pflegeleicht sind sie auch nicht. Die werden auch nicht schöner, wenn man eine Zinkwanne draufstellt und die bepflanzt. Dann sollte man wenigstens eine Pflanzenauswahl für trockene und Sonnige Standorte verwenden. Die kommen besser mit dem Klima zurecht. Jede Pflanze wirft Schatten und verhindert, dass sich der Boden aufheizt. Außerdem sieht es schöner aus und hilft den Insekten. Es gibt schöne Kombinationen einen mediterranen Garten zu gestalten. Zum Beispiel mit Stauden wie: Präriekerze, Katzenminze, Lavendel, Thymian, Mädchenauge, Prachtkerze, Iris, Roter Scheinsonnenhut und Pyrenäenaster, um nur einige der schönen Stauden zu nennen. Bei den Gehölzen zählen zu den trockenheitsresistenten Gehölzen unter anderem: Berberitze, Spirea, Fingerstrauch, Kolkwitzie, Somerflieder, Cotoneaster, Ginster, Kornelkirsche, Felsenbirne, Wacholder, Perückenstrauch und Rosen. Dieses ist nur eine kleine Auswahl der Pflanzen, die man gut in Kombination pflanzen kann. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Gestalten. Wir unterstützen sie gern bei der Umsetzung Ihrer Gartenträume.

Annett Petrick Garten- und Landschaftsbau · Bauerngasse 3 · 01609 Lichtensee bei Riesa
Tel. 0176 / 10 333 929 · E-Mail: gartenpetrick@gmail.com · www.garten-petrick.de

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