Küchenabfälle zu nährstoffreicher Schwarzerde recyceln.

Prächtig blühende Blumen, perfekt gedeihende Gemüsepflanzen und üppig wachsende Sträucher: Für den Traum eines jeden Hobbygärtners muss nicht viel Geld in kostspielige Düngemittel investiert werden. Wer seine Küchenabfälle sinnvoll recycelt und wiederverwertet, schließt damit den natürlichen Kreislauf vom Garten in die Küche und wieder zurück. Obendrein erhält der Gartenboden damit wertvolle Nährstoffe – und das Bodenleben wird aktiviert.

Im Eimer fermentieren „Seit gut zwei Jahrzehnten fermentieren wir aus anfallenden Küchenabfällen sogenanntes Bokashi für den Garten“, erzählt Christoph Fischer. „Je kleiner die Reste von Gemüse, Obst, Nudeln, Reis, Brot oder anderen Küchenresten dabei geschnitten sind, umso schneller ist die Organik fermentiert – und Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und Antioxidantien entstehen.“ Fischer ist Fachmann. Sein nach ihm benanntes Unternehmen aus dem Chiemgau hat sich auf den Einsatz Effektiver Mikroorganismen, kurz EM, in den unterschiedlichsten Bereichen spezialisiert. Die zerkleinerten Küchenabfälle sollten Hobbygärtner in einem speziellen Eimer mit Sieb und Auslaufhahn geben und mit EM gut benetzen, denn die darin enthaltenen Milchsäurebakterien fördern die Fermentierung, senken den pH-Wert und verhindern dadurch Fäulnis der Abfälle. Auch voraktivierte Pflanzenkohle, fermentiertes Getreideschrot oder Gesteinsmehl regulieren die Feuchtigkeit, binden entstehende Gerüche und werten das Bokashi zusätzlich auf. Unter www.em-chiemgau.de gibt es weitere nützliche Tipps und Hilfsmittel für den gelungenen Fermentierungsprozess. Verschimmelte oder verfaulte Speisereste haben im Wiederverwertungseimer derweil nichts zu suchen.

Erde mit Nährstoffen anreichern Nach ca. 14 Tagen Reifezeit bei Zimmertemperatur können die recycelten Küchenabfälle in 10 bis 13 Zentimeter tiefe Gräben eingefüllt, mit Erde abgedeckt und angegossen werden. Mit der Neubepflanzung sollten Gartenfreunde etwa zehn Tage warten. In kurzer Zeit siedeln sich Würmer im Boden an, welche die fermentierten Küchenabfälle zu wertvollem Humus weiterverarbeiten. Das Bodenleben wird aktiviert, die Erde lockerer – und die Pflanzen werden mit wichtigen Vital- und Nährstoffen versorgt. Auf diese Weise lässt sich auch das Wachstum vo Balkonkasten- und Kübelpflanzen positiv und ganz natürlich beeinflussen. „Der Saft, der bei der Fermentation entsteht, kann verdünnt zum Gießen wie ein Flüssigdünger eingesetzt werden“, erklärt Experte Christoph Fischer. „Mit der Zeit lässt sich mit der Wiederverwendung von Küchenabfällen fruchtbare Schwarzerde im Garten etablieren, die über Jahrzehnte und damit auch für die Gartenerfolge der eigenen Enkel aktiv bleibt.“

Fotos: djd/Christopher Fischer/EM-Chiemgau/Sarah Lampe

Ähnliche Beiträge

X

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen